"Marc Chagall – Flucht und Zuflucht“ bis zum 3. Oktober 2018 im Klosterkeller

Marc Chagall: „Die Wolke des Herrn“ (The Story of he Exodus. Paris – New York. 1966. Mourlot 467)
Marc Chagall: „Die Wolke des Herrn“ (The Story of he Exodus. Paris – New York. 1966. Mourlot 467)

Der Zyklus „The Story oft the Exodus“ und weitere Werke des jüdischen Malers dokumentieren seine künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Flucht und Vertreibung, Zerstörung und Tod. Chagall fand Zuflucht und Trost in der Bibel. Diese Erfahrung findet sich in seinen Bildern wieder.

Chagall ist uns allen bekannt als der Künstler der schwebenden Liebespaare, bunten Blumensträuße und farbenfrohen Glasfenster. Zeit seines Lebens hat sich der jüdische Maler aber auch mit dem Schicksal seines Volkes befasst: Flucht und Vertreibung, Zerstörung und Tod. Das dokumentieren vor allem seine Kreuzigungsgemälde, wie die weiße Passion (1938) oder der Engelsturz (1947). Chagall litt enorm, fand jedoch Zuflucht und Trost in der Bibel, wie er in seinen Gedichten beschreibt: "Und zu mir herunter steigt von den Gemälden, David, mein Sänger mit der Harfe, - er möchte mir helfen zu weinen, in dem er zwei, drei Psalmen anstimmt … Hinter ihm geht Moses, er sagt uns: Habet keine Angst!“ Diese Erfahrung findet sich in Chagalls Bildern wieder, indem er auch in den Kreuzigungsbildern immer Elemente der Hoffnung einfügt.

Auch in den grafischen Arbeiten hat Chagall sich mit der Thematik befasst, vor allem in „The Story of the Exodus“, einem Lithographiezyklus (1966), der die Flucht der Israelitien aus Ägypten dokumentiert. Der Zyklus ist in Meersburg komplett ausgestellt, ergänzt durch Einzelmotive aus seinem Zyklus der Biblischen Radierungen „La Bible“ (1956) und Farblithographien aus den Zyklen „La Bible“ und „Dessins de la Bible“, desweiteren drei signierte Originalgrafiken Chagalls, in denen Flucht und Zuflucht thematisiert werden. Insgesamt umfasst die Ausstellung mehr als 50 Werke des großen jüdischen Künstlers.

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